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wlb - UMWELTTECHNIK 4/2017

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wlb - UMWELTTECHNIK 4/2017

t MENSCHEN UND MÄRKTE

t MENSCHEN UND MÄRKTE OLAF LOPS Herr Lops, was gehört zu Ihren Aufgaben als Umweltbeauftragter? Mein Aufgabenbereich umfasst eine Vielzahl von verschiedenen Aufgaben. Nachhaltige Produktionsprozesse haben bei uns höchste Priorität. Daher kümmere ich mich u. a. um das Management der Nebenerzeugnisse aus der Produktion: Rund 50 000 t fallen bei uns jährlich an und werden fach- und sachgerecht entsorgt. Ein Großteil davon wird für Recyclingprojekte zur Verfügung gestellt. Kimberly-Clark Professional hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 alle Produktionsausschüsse in den Recyclingprozess zurückzuführen. Unser Produktionsstandort in Koblenz liegt innerhalb eines Wasserschutzgebietes, daher überprüfen mein Team und ich regelmäßig, dass die Vorgaben zum Gewässerschutz verantwortungsvoll umgesetzt werden. Die Aufsicht über die Abwasservorklärung zählt dementsprechend ebenfalls zu meinem Tätigkeitsspektrum. Auch administrative Arbeiten wie die Pflege des integrierten Managementsystems, in dem wir alle Handlungsanweisungen und Richtlinien bspw. zum Energie-, Umwelt- und Qualitätsmanagement hinterlegen, gehören zu meinen Aufgaben. Wie würden Sie einem jungen Menschen Ihren Beruf schmackhaft machen? Am liebsten würde ich die jungen Menschen an die Hand nehmen und ihnen zeigen, wie wichtig die Tätigkeiten sind, die wir hier durchführen. Die verschiedenen Arbeitsbereiche lassen sich am besten anhand von Beispielen erklären. Viele Menschen sind sich nicht bewusst, wie wichtig Umweltschutz und das Recyceln von Wertstoffen sind. Nur so kann angesichts der Ressourcenknappheit für die Zukunft vorgesorgt werden. Wir alle müssen dafür Verantwortung übernehmen. Wie bleiben Sie beruflich up to date? In erster Linie besuche ich in regelmäßigen Abständen Fortbildungen. Die zweijährige Auffrischung des Wissens ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Außerdem gibt es Veranstaltungen von Stadt, Land, Bund und Lieferanten, auf denen über neue Richtlinien informiert wird. Für mich und alle Mitarbeiter werden neue Gesetze und Vorgaben außerdem über die Plattform www.umwelt-online.de in Form einer umfangreichen Rechtssammlung festgehalten. Speziell für unseren Werkstandort in Koblenz ist dort ein Rechtskataster aufgebaut, über das wir die nötigen Informationen jederzeit abrufen können. Bei Neuerungen werden wir automatisch über die Veränderungen informiert. t „UMWELTSCHUTZ BEDEUTET, DIE LEBENSGRUNDLAGE ALLER LEBEWESEN ZU ERHALTEN.“ Olaf Lops, Umweltbeauftragter, Kimberly-Clark Professional 8 wlb www.kcprofessional.de 2017/04 www.wasser-luft-und-boden.de

MENSCHEN UND MÄRKTE t VORBEREITUNGEN ZUR ACHEMA LAUFEN Noch über ein halbes Jahr bis zum Start der Achema 2018 – doch die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren: Schon jetzt haben mehr als 2 400 Unternehmen ihren Stand gebucht; bis zur Öffnung der Hallen am 11. Juni 2018 sollen es wieder über 3 800 werden, die rund 170 000 Besuchern aus aller Welt ihre Produkte und Technologien präsentieren. Die Weltleitmesse der Prozessindustrie geht diesmal mit drei Fokusthemen an den Start: Flexible Produktion, Biotech for Chemistry sowie Chemie- und Pharmalo gistik stehen im Mittelpunkt des Interesses. In elf Ausstellungsgruppen zeigen Anbieter von der Laborausrüstung über Pumpen, Kompressoren und anderen Komponenten bis zur kompletten Verpackungsstraße die neuesten Innovationen für chemische Industrie, Pharma- und Lebensmittelverarbeitung. Der begleitende Kongress liefert in rund 800 Vorträgen Informationen zu Zukunftstrends, aber auch zu Fragen aus der Praxis. www.achema.de STUDIE: MARKT FÜR MBA-ANLAGEN IM UMBRUCH IFAT 2018 ZEIGT DIGITALISIERUNGSTREND Die Bereitstellung von bezahlbarem Trinkwasser bester Qualität zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Wasserwirtschaft. Eine Voraussetzung dafür sind kontinuierliche Neuerungen, die den hohen Standard der Branche dauerhaft sichern. Die aktuellen Entwicklungen aus dem Bereich Trinkwassererzeugung und -verteilung werden auf der kommenden Ifat gezeigt. Nach den Beobachtungen von Silvia Fritscher, Projektleiterin der Ifat bei der Messe München, lassen sich bereits seit einigen Jahren immer mehr der auf der Messe Ifat präsentierten Neuheiten mit den Schlagwörtern Digitalisierung, Automatisierung und Wasser 4.0 in Verbindung bringen. Ein Trend, der sich 2018 verstärken wird. „Den größten Fortschritt in der Digitalisierung der Trinkwasserwirtschaft verzeichnen wir derzeit in den Bereichen Pumpensteuerung, Messtechnik und Trinkwasseranalytik“, sagt Julia Braune, Geschäftsführerin des Unternehmens- und Forschungsnetzwerks German Water Partnership (GWP). www.ifat.de Bis 2025 werden in Europa zusätzlich geschätzt rund 120 Anlagen zur mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA) errichtet. Während sich der Zubau damit im Vergleich zur Vergangenheit verlangsamt, wächst das Modernisierungsgeschäft – auch wegen neuer Anforderungen für Ersatzbrennstoffe und Getrenntsammlung. Diese und andere Ergebnisse sind Bestandteil der neuen Ecoprog-Studie zum MBA-Markt in Europa. Der MBA-Markt bleibt weiterhin stark. In den vergangenen fünf Jahren wurden in Europa durchschnittlich rund 25 neue MBA-Anlagen pro Jahr errichtet. Im Durchschnitt ging so jährlich eine Kapazität von rund 2,2 Mio. t neu in Betrieb. Insgesamt sind in Europa rund 570 MBA-Anlagen in Betrieb. Diese verfügen über eine Behandlungskapazität von 55 Mio. t. Allerdings stellt sich die Entwicklung je Land sehr unterschiedlich dar. Schwerpunkt des Zubaus in den kommenden Jahren bilden vor allem die EU-Mitgliedstaaten in Mittel- und Ost europa, in denen es häufig noch um die Errichtung einer Basis infrastruktur für die Entsorgung des Restmülls geht. www.ecoprog.com Besuchen Besuchen Besuchen Sie uns: Sie Sie AGRITECHNICA uns: IFAT Halle München, B3, Halle Stand Halle 20, 222 Stand B2, F 24A wlb UMWELTTECHNIK 4/2017 9