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wlb - UMWELTTECHNIK 4/2017

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t UMWELTTECHNIK 4.0 WASSERWIRTSCHAFT 4.0 – DIE CHANCEN NUTZEN t JULIA BRAUNE Geschäftsführerin, German Water Partnership (GWP), Berlin Die Mitglieder von German Water Partnership e.V. (GWP) zeigen eindrücklich die Stärken der deutschen Wasserwirtschaft und Forschung: digitale Lösungen zu diversen Fragestellungen der Trink- sowie Abwasserwirtschaft werden durch deutsche Unternehmen auch international erfolgreich angeboten. Jedoch ist die Entwicklung hin zu „Wasser 4.0“ in vielen Bereichen erst im Anfangsstadium. Während die Vernetzung zur Steuerung von z. B. Pumpstationen bereits weit fortgeschritten ist, bietet die umfängliche Vernetzung von Anlagenteilen mittels Sensoren, weiterhin großes Potenzial. So liegen zukünftige Chancen maßgeblich in der systemübergreifenden Kommunikation zwischen wasserwirtschaftlichen Anlagen, um so die Versorgungssicherheit wie auch die Energie- und Ressourceneffizienz zu optimieren. Doch nebst digitalisierten technologischen Innovationen durch Wissenschaft und Wirtschaft sind auch die zuständigen politischen Organe und Ministerien angehalten den regulatorischen Rahmen zukunfts orientiert und progressiv weiterzudenken. www.germanwaterpartnership.de 16 wlb UMWELTTECHNIK 4/2017

t Wasser 4.0 war schon auf der Ifat 2016 ein Thema, auch die große Umweltsparte Wasser soll, muss und kann sich der zunehmenden Digitalisierung nicht verschließen. Aber wie weit sind wir heute und welche Möglichkeiten sind schon in den Unternehmen angekommen? DR. RICHARD VESTNER CDO (Chief Digital Officer ), DHI Group, München DHI widmet sich seit 50 Jahren der Digitalisierung. Wir lassen unser Wasser-Know-how in Software-Produkte einfließen und entwickeln damit digitale Modelle realer Wassersysteme. Digitale Innovationen heute beruhen auf Konnektivität und Daten, hier bringen wir unsere Modell-Kompetenz ein: in Verbindung mit der Leistungsfähigkeit der Modellierung können Wassersysteme vorausschauend geplant und im Betrieb optimiert werden. Somit werden Ressourcen-Effizienz erhöht und Wasserrisiken gemindert. Wir nutzen die heute mögliche Konnektivität, um Virtuelles und Realität in Echtzeit zu verknüpfen. Der Ansatz „Wasserwirtschaft 4.0“ greift dies auf und vernetzt Sensorik und Aktorik mit ITbasierter Steuerung. Diese Entwicklung ermöglicht ein ganzheitliches Verständnis von Wassersystemen, das wiederum zu nachhaltigen und proaktiven Entscheidungen und Maßnahmen führt. Die Digitalisierung hilft auch, die Beziehungen zu Kunden zu verbessern und neue Geschäftsmodelle zu schaffen. Anwenderkomfort, Kundenerlebnis, Kundenbeziehung und Kundenbindung stehen im Vordergrund. Produkte und Leistungen werden transformiert, so dass wettbewerbsfähige Dienstleistungen entstehen, die ergebnis- statt absichtsorientiert sind. www.dhigroup.com wlb UMWELTTECHNIK 4/2017 17