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wlb - UMWELTTECHNIK 4/2017

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wlb - UMWELTTECHNIK 4/2017

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t PRODUKTIONSINTEGRIERTER UMWELTSCHUTZ RECYCLING VON CHLORWASSERSTOFF Das von der SGL Group entwickelte Rückgewinnungssystem für das Recycling und die Wiederverwendung von Chlorwasserstoff (HCl) ist wichtiger Bestandteil einer neuen elektrolytischen Schmelzanlage des chinesischen Kaliproduzenten Qinghai Salt Lake (QSL). Diese Anlage produziert laut Hersteller Magnesium mit den geringsten CO 2 -Werten weltweit – unterstützt durch das patentierte System des Herstellers, das im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bis zu 45 Prozent weniger Energie verbraucht. QSL ist der größte Kalianbieter Chinas und produziert neben Salzen auch Magnesium, das in einer chemischen Verbindung im Salz des Qinghai-Salzsees gebunden vorkommt. Dabei wird das Magnesium mithilfe von Chlorwasserstoff (HCI) vom Salz gelöst und anschließend weiter aufbereitet. Der von der SGL Group gelieferte Anlagenteil sorgt für die Wiederaufbereitung des verunreinigten HCl und dessen Rückführung in den Hauptprozess. Die Anlage besteht u. a. aus Kolonnen, Wärmetauschern, Pumpen und Tanks aus den bewährten Qualitätswerkstoffen Diabon Graphit sowie Polyfluron PTFE. www.sglgroup.com VERBESSERUNG ENERGIEBEZOGENER LEISTUNGEN Seit 14. Oktober 2017 ist die Akkreditierung aller Zertifizierungsstellen im Bereich Energiemanagementsysteme (EnMS) auf die internationale Akkreditierungsnorm ISO 50003 umgestellt. Das hat Folgen für Unternehmen: Zukünftig müssen diese die „Leistungsfähigkeit des Energiemanagementsystems“ durch eine kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachweisen. Sie setzt sich zusammen aus messbaren Ergebnissen bezüglich Energieeffizienz, Energieeinsatz und Energieverbrauch. Die Dokumentation der Ergebnisse ist ab sofort bei jedem Zertifizierungs- und Re-Zertifizierungsaudit durchzuführen. „Bisher reichte es aus, ein funktionsfähiges Energiemanagementsystem nachzuweisen. Das allein genügt jetzt nicht mehr. Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung gegenüber der Ausgangsbasis wird durch die neue Norm essenziell für den Zertifizierungsprozess“, erklärt Nölck. Geprüft wird die Leistung im Drei-Jahres-Zyklus. Auf die anfängliche Erstzertifizierung folgt alle drei Jahre eine Re-Zertifizierung. Dazwischen finden jährliche Überwachungsaudits statt. Betroffen sind insbesondere Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die im Rahmen des Spitzenausgleichs beziehungsweise der Umlagebegrenzung im Erneuerbare-Energien-Gesetz Anträge stellen. Zudem gilt die Regelung für alle großen Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem betreiben, um die gesetzlichen Anforderungen gemäß dem Energiedienstleistungsgesetz einzuhalten. Im Gegensatz zur Zertifizierungsnorm ISO 50001 handelt es sich bei der ISO 50003 um eine Akkreditierungsnorm. www.tuev-nord-group.com ÖLNEBELABSCHEIDER REDUZIERT SCHMIERÖLVERBRAUCH Der kleinste Contec Ölnebelabscheider (COMS) Typ 180/435 soll jährlich rund 205 000 m³ Abluft vom Ölnebel befreien und rund 60 Liter Schmieröl einsparen. Das mechanisch durch Hochleistungsfilter separierte Öl wird in der Qualität nicht beeinträchtigt. Alle Additive bleiben erhalten, das gefilterte Öl wird rückgewonnen und dem System wieder zugeführt. Die Abscheider verhindern Verschmutzungen durch Niederschlag von Ölnebel auf Anlagen und in Räumen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen von Mitarbeitern und eine Belastung der Umwelt werden effektiv vermieden dadurch, dass Emissionswerte der TA-Luft weit unterboten werden. Bei Anlagenmodernisierung oder Austausch von veralteten Komponenten soll der Einbau eines Ölnebelabscheiders erheblichen Kosteneinsparungen führen. Durch die kompakte Bauweise können die COMS Typ 180/435 optimal und platzsparend in jedes Ölsystem integriert und direkt an vorhandenem Flansch angeschlossen werden. Die gereinigte Abluft ist technisch absolut öl- und partikelfrei und kann problemlos und emissionsfrei in die Halle ausgeblasen werden. www.contec-filtration.de EFFEKTIVES RECYCLING SALZHALTIGEN ABWASSERS Nachhaltigkeitspreis für Covestro: Der Werkstoffhersteller ist für ein Recyclingverfahren in der Kunststoffproduktion vom Landesverband Nordrhein-Westfalen im Verband der chemischen Industrie (VCI NRW) ausgezeichnet worden. Mit dem neuen Verfahren kann Covestro salzhaltiges Abwasser wiederverwenden, das bei der Herstellung von Polycarbonat anfällt. Dieser Hochleistungskunststoff wird in vielen Bereichen be - nötigt. Üblicherweise wird solches Industrieabwasser in Gewässer eingeleitet. Durch das Recycling werden deren Salzgehalt verringert und die Trinkwasser-Ressourcen geschont. Der Hersteller nutzt die neue Technologie bereits an seinem Standort Krefeld-Uerdingen in einer industriellen Pilotanlage. Langfristig ist das Ziel, mit dem neuen Verfahren mehrere zehntaused Tonnen Salz und mehrere hunderttaused Tonnen vollständig entsalztes Wasser jährlich einzusparen. www.covestro.com RECYCLINGKONZEPT SPART 80 TONNEN CO 2 Bereits zum siebten Mal in Folge erhält Kimerly-Clark Professional das Umweltzertifikat „Grüner Punkt“. Der Hersteller hat durch die Verwertung von Verkaufsverpackungen 80 Tonnen CO 2 eingespart. Mit der Auszeichnung prämiert das Duale System Deutschland jedes Jahr Unternehmen, die mit ihrer nachhaltigen Produktion einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Im Durchschnitt bestehen die Papierprodukte des Herstellers zu 80 Prozent aus Recyclingfasern. Rohfasern bezieht er ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Mit dem umfassenden Recyclingkonzept trägt der Hersteller von Waschraum-, Wischtuch- und Arbeitsschutzlösungen zur Nachhaltigkeitsvision der Kimberly-Clark Corporation bei. Ziel ist es, die Belastung der Wälder durch die Entwicklung innovativer Zellstoffprodukte bis 2025 um 50 Prozent zu reduzieren. www.kcprofessional.de 14 wlb UMWELTTECHNIK 4/2017

t PRODUKTIONSINTEGRIERTER UMWELTSCHUTZ KONSTANTER WASSERDRUCK MIT EINZELPUMPENANLAGE In vielen Anwendungsfällen bieten vorkonfigurierte Ein-Pumpen- Lösungen erhebliche Vorteile. Ein System aus optimal aufeinander abgestimmten Komponenten reduziert die Installations- und Betriebskosten. Durch smarte und ausgereifte Funktionen, wie z. B. Konstantdruck, Druckschlagminimierung oder sicherer Stoppfunktion, ist die Anfälligkeit für Störungen deutlich reduziert. Grundfos bietet dazu das Druckerhöhungssystem Hydro Solo-E. Sofort einsatzbereit sorgen diese Anlagen von 1 m³/h bis zu einen maximalen Förderstrom von 71 m³/h für konstanten Druck (bis PN16) im Netz. Die Anlagen zeichnen sich durch die komfortable Druckerhöhung, das kompakte Design und geringe Betriebskosten aus. Die Anlage wird bevorzugt in den Bereichen Bewässerung, Waschen & Reinigen, Wasseraufbereitung, Industrie und Anlagenbau eingesetzt. Eingaben von Standard-Betriebsparametern oder Statusabfragen lassen sich einfach über das Bedienfeld der Pumpe vornehmen. Über die Erweiterung um ein CIM-Modul lässt sich die Druckerhöhungsanlage (DEA) in alle gängigen Feldbussysteme integrieren. www.grundfos. de ENERGIE AUS APFEL-ABWASSER Bei einem Früchte verarbeitenden Unternehmen fallen jährlich ca. 136 500 m³ Abwasser aus der Verarbeitung von Äpfeln an. Aufgrund von Produktionserweiterungen sollte die bestehende Abwasserbehandlungsanlage erweitert werden. Ziel war es, neben der Gewinnung von Biogas aus dem zu behandelnden Abwasser auf eine kontinuierlich betriebene Abwasserbehandlung umzustellen. Neben einem anaeroben Hochleistungsreaktor Biomar AHPx von Envirochemie mit einem neuartigen System zur Gasableitung wurde die gesamte Anlage zudem mit Feldbustechnik ausgestattet und ein eigenes Fernzugriffssystem auf zwei getrennten Servern eingerichtet. Vor dem Einleiten in die Kanalisation wird das Abwasser über eine aerobe Belebungsstufe mit Schlammabtrennung bis auf die notwendige Indirekteinleiterqualität aufbereitet. Das gewonnene Biogas wird im Betrieb zur Dampferzeugung sowie über ein BHKW zur Gewinnung von Energie und Wärme genutzt. Mit dem verwendeten Bio-Reaktor können täglich bis zu 3 600 m³ Biogas erzeugt werden. Bei der Planung der Abwasserbehandlungsanlage wurde ein besonderes Augenmerk auf die Geruchsvermeidung und den Schallschutz gelegt. www.envirochemie.com ACO Leichtflüssigkeitsabscheider Oleopator Pro aus Polymerbeton Dicht. Beständig. Leicht. Erhöhte Anforderungen an den Umweltschutz und ein größeres Haftungsrisiko bei Umweltschäden erfordern neue Lösungen in der Abscheidetechnik. Mit dem Oleopator Pro bietet ACO eine praxisgerechte Lösung mit bewährter Technik in einem Polymerbetonbehälter an. Abscheider aus Polymerbeton werden durch ihre hohe Sanierungssicherheit und Dichtheit bereits heute den Umweltanforderungen von morgen gerecht. Einsatzbereiche Tankstelle Waschstraße Industrie- und Gewerbefläche Oleopator Pro Innen- und außenbeständiger Werkstoff ohne Beschichtung/Inliner ACO. Die Zukunft der Entwässerung. ACO Tiefbau Vertrieb GmbH Postfach 320, 24755 Rendsburg, Tel. 04331 354-500, www.aco-tiefbau.de Anzeige_Oleopator_Pro_185x130.indd ACO.indd 1 1 01.08.2017 24.10.2017 15:35:06 09:54:56 wlb UMWELTTECHNIK 4/2017 15