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wlb - UMWELTTECHNIK 4/2017

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wlb - UMWELTTECHNIK 4/2017

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t PRODUKTIONSINTEGRIERTER UMWELTSCHUTZ ANLAGENBAU VON CO 2 UND STROM ZU METHANOL Ein neues Verfahren soll die wirtschaftlich sinnvolle Umwandlung von überschüssigem Strom und Kohlendioxid aus Abgasen in den chemischen Energiespeicher Methanol in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen ermöglichen. Bei der Stromgewinnung durch erneuerbare Energiequellen entsteht zu manchen Zeiten mehr Strom als Verbraucher benötigen. Dieser überschüssige Strom kann häufig nicht sinnvoll genutzt werden. Die effektive Nutzung dieses überschüssigen Stroms ist ein entscheidender Faktor, um die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen wirtschaftlich zu machen. In manchen industriellen Produktionsanlagen, wie bei der Stahlproduktion, in Verbrennungsanlagen oder Kohlekraftwerken, entsteht CO 2 . Die Reduzierung des Ausstoßes von diesem Treibhausgas ist eines der wichtigsten Ziele, die im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens 2015 beschlossen wurden. Ein neues, von bse Engineering entwickeltes Verfahren ermöglicht die nachhaltige Nutzung von Strom und CO 2 in kleinen, dezentralen Produktionsanlagen. Diese Anlagen werden dort errichtet, wo die beiden Komponenten anfallen: in der Nähe von Kraftwerken, die erneuerbare Energiequellen nutzen, sowie großindustriellen Anlagen, die CO 2 erzeugen. Der überschüssige Strom wird dazu genutzt, durch diskontinuierliche Elektrolyse Wasserstoff herzustellen. In einem zweiten Schritt wird dann aus CO 2 und Wasserstoff Methanol produziert. Dadurch wird sowohl überschüssiger Strom als auch CO 2 aus Abgasen aufgewertet. Im zweiten Schritt kommen Katalysatoren von BASF für die Methanol-Synthese zum Einsatz. Sie wurden für diesen Prozess weiterentwickelt, um die besonders effiziente Produktion des Methanols zu ermöglichen. Methanol ist eine der wichtigsten Grundchemikalien, die in verschiedenen industriellen Anwendungen zum Einsatz kommt. So wird es z. B. in verschiedenen Ländern Diesel oder Benzin hinzugefügt. BASF und bse Engineering haben eine exklusive gemeinsame Entwicklungsvereinbarung für dieses Verfahren unterzeichnet. www.catalysts.basf.com www.bse-engineering.eu 10 wlb UMWELTTECHNIK 4/2017

t PRODUKTIONSINTEGRIERTER UMWELTSCHUTZ t „Wir freuen uns darauf, an diesem spannenden Vor haben teilzunehmen und an einer konkreten Lösung für die Nutzung von überschüssigem Strom und CO 2 als Rohstoff substanziell mitzuwirken. Wir nutzen unser Know-how und unsere Kompetenz in Katalysatoren, um eine nachhaltige Lösung für den Übergang zu neuen Energiequellen und der stofflichen Nutzung von CO 2 zu liefern.“ t „Die Zusammenarbeit von BASF und bse Engineering ist ein weiteres Beispiel für unseren erfolgreichen Ansatz bei Kooperationen mit Ingenieursunternehmen und Anlagenbauern. Dabei bringen wir unser einzigartiges Know-how als global führender Katalysatorhersteller mit ein und arbeiten mit unseren Partnern an neuen Prozessen und innovativen Zukunftstechnologien.“ Detlef Ruff, Leiter der globalen Geschäftseinheit Prozesskatalysatoren bei BASF Adrian Steinmetz, Leiter der globalen Geschäftseinheit Chemiekatalysatoren und Adsorbentien bei BASF t „Nach vier Jahren der Entwicklung des globalen Prozesskonzeptes sind wir nun bereit, in die Lizenzierungsphase einzutreten und mit dem Aufbau der ersten Anlagen zu beginnen. Die Umsetzung der Projekte wird mit den Branchenführern der jeweiligen Verfahrenskomponenten und Teilleistungen über ein zuverlässiges Konsortium sichergestellt. Wir sind sehr stolz darauf, mit einem erfahrenen und innovativen Branchenführer wie BASF bei der Schlüsseltechnologie Katalysatoren zusammen zuarbeiten, um unsere Vision zu verwirklichen.“ Christian Schweitzer, Geschäftsführer von bse Engineering wlb UMWELTTECHNIK 4/2017 11