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wlb - UMWELTTECHNIK 3/2018

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wlb - UMWELTTECHNIK 3/2018

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t PRODUKTIONSINTEGRIERTER UMWELTSCHUTZ COMPLIANCE RESSOURCENSCHONUNG MIT SYSTEM Vor über 200 Jahren begann die erste industrielle Revolution und damit ein entscheidender Eingriff der Menschen in die Umwelt. Heute, in der vierten industriellen Revolution, geht es nun darum, diesem Trend entgegenzuwirken und mehr Umweltbewusstsein an den Tag zu legen. Wie Unternehmen mit Product Lifecycle Management zu mehr Nachhaltigkeit gelangen, erklärt Georg Hünnemeyer, Geschäftsführer der Hünnemeyer Consulting GmbH. Wenn es um die Verbesserung des Umweltbewusstseins geht, sind nicht nur Verbraucher, sondern insbesondere auch die Wirtschaft gefragt. Vonseiten des Gesetzes werden Unternehmen dazu aufgefordert, Compliance-Richtlinien zum Klimaschutz sowie zur Emmissionsminderung und Ressourcenschonung einzuhalten. Dies erfordert ein Umdenken und stellt viele Betriebe vor große Herausforderungen. Meiner Erfahrung nach unterstützt ein strukturiertes und gut integriertes Product Lifecycle Management (PLM) als Standardlösung des Systems Engineering Unternehmen dabei, Ressourcen zu schonen und umweltbewusster zu agieren. PLM beinhaltet nicht nur feststehende Abläufe, die es in den Arbeitsalltag zu integrieren gilt, sondern auch eine strukturierte Betriebsorganisation und festgelegte Geschäftsprozesse. Dafür werden in der Regel IT-Systeme zur Verwaltung und Steuerung der Produktdaten eingesetzt. Ziel dabei ist, sich einen genauen Überblick über alle Prozesse im gesamten Lebenszyklus eines Produktes zu verschaffen: von der Entwicklung über die Logistik bis hin zum Verkauf oder sogar zur Entsorgung. Ich bin überzeugt, dass sich nur so alle möglichen Aufwände, Risiken und Maßnahmen planbar sowie transparent machen lassen. Um ein zukunftsträchtiges Produkt zu entwickeln, müssen sich Unternehmen anpassen und notwendige Veränderungen eingehen. An dieser Stelle sind sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen gefragt. Zunehmende Systemvernetzungen infolge der digitalen Transformationen drängen auf Innovationen – gleichzeitig nimmt die Komplexität der Produktpalette weiter zu und damit auch der Arbeitsaufwand. Betriebe geraten in Zugzwang. Die Methode des Systems Engineering unterstützt Unternehmen dabei, Standards in ihrer Projektarbeit zu etablieren. Hier werden alle Faktoren des Entwicklungsprozesses berücksichtigt, wie beispielsweise die Zeit-, Budget- und Qualitätsplanung. Fest steht, dass Unternehmen die Forderungen der Digitalisierung nur mit einer fachübergreifenden Zusammenarbeit erfüllen können: Strukturen, Kompetenzen und Verantwortungen gilt es, konsequent zu verankern. Im Fokus stehen dabei, dem PLM gemäß, ein erfolgreiches Datenmanagement sowie eine Produktivitätssteigerung und dementsprechend die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Ein gelungenes Product Lifecycle Management umfasst die Etablierung von Standards und die Eindämmung von Komplexität – so hilft es bei der Ressourcenschonung und infolgedessen bei der Kosteneinsparung. IT-Systeme unterstützen dabei, den Überblick über alle Geschäftsprozesse zu behalten. Meiner Meinung nach bietet PLM außerdem die Chance für Innovationen. Das Einhalten von Compliance-Richtlinien und die entsprechend nachhaltige Arbeit bedeuten für das Unternehmen auch eine entscheidende Aufwertung des eigenen Images. Fakt bleibt, dass ein gelungenes PLM nicht nur nachhaltig im Sinne der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens ist, sondern auch notwendig bezüglich der ökologischen Zukunft. Die Methode unterstützt Betriebe dabei, die wachsende digitale Herausforderung hin zu mehr Umweltbewusstsein zu meistern. www.huennemeyer.eu Autor: Georg Hünnemeyer, Systems Engineer und Geschäftsführer, Hünnemeyer Consulting GmbH, Ottobrunn 40 wlb UMWELTTECHNIK 3/2018

t PRODUKTIONSINTEGRIERTER UMWELTSCHUTZ ® EINSATZ EINES EFFIZIENTEN DRUCKDREHFILTERS Ein deutscher Hersteller von Lebensmittelzusatzstoffen setzte für einen Produktionsschritt bisher drei Schälzentrifugen ein. Diese sollten gegen drei neue, baugleiche Maschinen getauscht werden. Parallel ließ der Hersteller den Prozessschritt selbst von BHS-Sonthofen unter die Lupe nehmen. BHS stellte während der Analyse des Filtrationsprozesses fest, dass der Einsatz eines Druckdrehfilters deutliche Vorteile für den Anlagenbetreiber bietet: So benötigt dieses langsam drehende Einzelaggregat gegenüber drei schnell laufenden Zentrifugen einen weitaus geringeren Einsatz an Strom und Waschmitteln bei spürbar reduziertem Wartungsaufwand. Menge und Qualität der Ausbeute steigen hingegen beim Einsatz eines Druckdrehfilters deutlich. Diese Annahme wurde zunächst durch Laborversuche verifiziert. Das Ergebnis: Der Druckdrehfilter war gegenüber den Zentrifugen hinsichtlich Qualität und Effektivität der Kuchenwäsche klar im Vorteil. Die gemittelten Kuchenwaschwerte konnten um rund 90 Prozent verbessert werden – bei gleichzeitig verringerter Waschmittelmenge. Dank eines von Beginn an feststofffreien Filtrats fielen anders als bei den Zentrifugen keine Produktverluste an. www.bhs-sonthofen.de PREDICTIVE MAINTENANCE FÜR PUMPENANWENDUNGEN Neben den bewährten Pumpenfunktionen stehen nun dedizierte Predictive Maintenance Funktionen für VLT Umrichter bereit. Danfoss hat u. a. eine Zustandsüberwachung der Motorisolation, eine mechanische Laptop Vibrationsüberwachung und eine Lasthüllkurven- Überwachung realisiert. Der Frequenzumrichter verwandelt sich durch die Funktionen zum intelligenten Sensor, der auftretende Probleme frühzeitig iPad erkennt und meldet, bevor es zu einem schadenbedingten Stillstand kommen kann. Die Zustandsüberwachung der Motorisolation kann z. B. für Tauchpumpen relevant sein. Die mechanische Schwingungsüberwachung kann beispielsweise beginnende mechanische Probleme erkennen. Bei Pumpen kann dies helfen, Laufradbruch, Kavitation oder Schäden durch eine Fehlausrichtung zu vermeiden. Mit der Hüllkurvenüberwachung lassen sich Änderungen der Last einer Pumpe erkennen, die z. B. durch Verschmutzung oder Abnutzung des Laufrads verursacht werden. Damit lässt sich auch gewährleisten, dass eine Anlage stets im energetisch bestmöglichen Bereich läuft. www.danfoss.de Innovationen rund ums Heizen und Beheizen Flexible elektrische Heiztechnik • Heizschläuche • Rohrbegleitheizungen • Behälter- / Fassheizungen • Heizplatten • Heiztische • Sonderlösungen LÖSUNGSMITTELVERBRAUCH UM 50 % SENKEN Metrohm gibt bekannt, dass die ASTM eine neue Version der ASTM D664 für die potentiometrische Bestimmung der Säurezahl veröffentlicht hat. Die neue Version bietet die Möglichkeit, die benötigte Lösungsmittelmenge von 125 auf 60 ml zu reduzieren. Zusammen mit Branchenführern hat Metrohm diese Möglichkeit in einem Beitrag zur grünen Chemie untersucht und vorgeschlagen. Die Säurezahl ist ein Maß für saure Verbindungen in Erdölprodukten. Sie ist entscheidend für die Qualität von Erdölprodukten und ein wichtiger Parameter bei der Korrosionsüberwachung. Die Säurezahl wird üblicherweise durch potentiometrische Titration in nichtwässrigen Lösungsmittelgemischen bestimmt. Während die ASTM D664 zuvor die Verwendung von 125 ml Lösungsmittel pro Probe vorsah, bietet die neue Version nun die Möglichkeit, mit nur 60 ml zu arbeiten. Diese erhebliche Reduzierung ermöglicht es Laboren, Kosten zu sparen, Abfälle zu reduzieren und so zu einer umweltfreundlicheren Chemie beizutragen. www.metrohm.de Hillesheim GmbH Am Haltepunkt 12 D-68753 Waghäusel Tel.: 0 72 54 / 92 56-0 E-Mail: info@hillesheim-gmbh.de www.hillesheim-gmbh.de