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wlb - UMWELTTECHNIK 3/2018

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wlb - UMWELTTECHNIK 3/2018

t WASSER/ABWASSER

t WASSER/ABWASSER ANLAGENBAU ROBUSTE UND DIGITALE MESSTECHNIK-LÖSUNGEN Im Januar 1948 machte sich Moritz Kurt Juchheim daran, in Fulda eine kleine Fabrik für Glasthermometer aufzubauen. 70 Jahre später ist die Jumo-Unternehmensgruppe ein international tätiges Unternehmen mit rund 2 300 Mitarbeitern, das u. a. Messgeräte für die Wasserund Abwassertechnik anbietet. Mit der Produktserie Nesos bringt Jumo jetzt erstmals Geräte zur Grenzstandmessung mittels Schwimmkörper und Reedkontakt sowie zur Füllstandmessung mittels Schwimmkörper und Reedkette auf den Markt. Bereits seit etwa 40 Jahren werden die hochwertigen Schwimmkörper als Kernstück dieser Geräte selbst produziert. Das bewährte Messverfahren überzeugt durch robuste Technik, kostensparende Installation und Montage. Dazu kommen die Wartungsfreiheit und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Messung ist in flüssigen Medien unabhängig von Schaumbildung, Leitfähigkeit/Permittivität oder Druckverhältnissen möglich. Die Geräte können in einem großen Temperaturbereich von – 52 bis + 240 °C verwendet werden und überzeugen durch eine hohe Schaltpunktgenauigkeit von ± 2 mm. Optional ist darüber hinaus der Einbau eines Temperaturschalters sowie eines Pt100- oder Pt1000-Temperatursensors möglich. Der Schaltvorgang erfolgt berührungslos und verschleißfrei ohne Hilfsenergie. Durch den gewählten Aufbau der Produkte ist eine schnelle Überprüfung im Servicefall möglich. FÜR VIELE MESSGRÖSSEN Für die Füllstandmessung bieten die Systeme ein quasi-kontinuierliches Einheitssignal von 4 bis 20 mA und einen Temperaturbereich von – 52 bis + 200 °C an. Die Auflösung beträgt bis zu 5 mm. Optional sind Varianten mit Pt100- oder Pt1000-Temperatursensor lieferbar. Zulassungen für explosionsgeschützte Bereiche sowie eine Bescheinigung zur Druckgeräterichtlinie (DGRL) sind vorhanden. Somit können die Produkte in vielen verfahrenstechnischen Anwendungen verwendet werden. Digiline ist das busfähige Anschlusssystem für digitale Sensoren in der Flüssigkeitsanalyse. Neu im Programm sind Sensoren zur konduktiven (CR) und induktiven (Ci) Messung der elektrolytischen Leitfähigkeit und die Variante mit einer IO-Link-Schnittstelle. Bis zu sechs digitale Sensoren können am Messumformer bzw. bis zu 62 an dem Mess-, Regel- und Automatisierungssystem betrieben werden. Somit ist sowohl der Betrieb von Einzelmessstellen als auch der Aufbau von umfangreichen Sensornetzwerken möglich. Die Geräte zur Leitfähigkeitsmessung ergänzen das Sensor-Portfolio, das bisher die Messgrößen pH, Redox, Temperatur, Gelöst-Sauerstoff, Trübung sowie Wasser-Desinfektionsgrößen wie etwa freies Chlor abdeckt. Das Einsatzgebiet ist universell, für alle Wasserqualitäten stehen Varianten zur Verfügung. Bewährte analoge Sensoren in hygienischer oder Standardbauform werden mit der Digiline-Elektronik zum intelligenten, smarten Sensor erweitert. (eli) Bilder: Fotolia (carbo82,#60532750), Jumo www.jumo.de 22 wlb UMWELTTECHNIK 3/2018

t WASSER/ABWASSER EINFACHE UND FLEXIBLE SCHACHTPLANUNG Schächte manuell konstruieren und Objektfragebögen mit der Hand ausfüllen: Diese fehleranfälligen, aufwändigen und zeitintensiven Projektschritte gehören der Vergangenheit an. Auf der Ifat 2018 präsentierte der Polymerexperte Rehau eine intelligente Softwarelösung, um Schächte online oder per App detailliert zu konfigurieren und alle relevanten Planungsinformationen mit einem Klick einzulesen. Im Zuge der Datenaufbereitung entsteht dadurch in nur 24 Stunden ein digitaler Schachtzwilling, der die Prüfung komplizierter Schächte vereinfacht und Fehler vermeidet. Aufgrund moderner, digitalisierter Fertigung produziert Rehau diese smart konfigurierten Schächte innerhalb kürzester Zeit. Der Schacht wird vollständig aus dem dauerhaft korrosionsbeständigen, hochwertigen Werkstoff Polypropylen gefertigt, der sich in den letzten Jahrzehnten sogar im Chemieanlagenbau bewährt hat. „Online und per App lassen sich individuelle Wunschschächte nun an jedem Wochentag und zu jeder Uhrzeit konfigurieren“, erläutert Peter Staschik, Produktmanager bei Rehau. „Die Softwarelösung erlaubt umfassende Planungsfreiheit auch hinsichtlich Anzahl und Durchmesser der Zuläufe oder der anzuschließenden Rohrwerkstoffe.“ So bietet ein digitaler Schachtzwilling, der aus allen relevanten Daten entsteht, Planungssicherheit und erleichtert zugleich womöglich schnell nötige Modifikationen. Da Rehau die digital konfigurierten Sonder- und Großschächte zügig liefern kann, lassen sich kostenintensive Verzögerungen des Gesamtprojekts vermeiden. www.rehau.com GANZHEITLICHE ABWASSERLÖSUNGEN Das Fördern und Aufbereiten von Abwässern erfordert in erster Linie eine äußerst robuste Technik. Der zuverlässige Betrieb auch unter rauen Umgebungsbedingungen und zuweilen rasch wechselnder Zusammensetzung des Abwassers steht im Vordergrund. Robuste Technik schließt aber smarte Technik keinesfalls aus, wie Grundfos mit seinen iSolutions unter Beweis stellt: Es ist ein ganzheitlicher Systemansatz, bei dem mit intelligenter MSR-Technologie ausgerüstete Pumpen und Systeme an die Gegebenheiten der jeweiligen Abwasser-Infrastruktur angepasst werden können, um eine optimale Förderleistung, einen hohen Gesamtwirkungsgrad und ein Höchstmaß an Betriebssicherheit zu gewährleisten.Dazu basiert die Abwasserlösung entweder auf einer intelligenten, in das Pumpensystem integrierten Regeleinrichtung oder – bei größeren Abwasserpumpen – auf der Steuerung Dedicated Controls, die in Kombination mit Motorschutzgeräten oder Frequenzumrichtern weitere Vorteile bietet: beispielsweise das Anpassen der Anlagenleistung an den tageszeitlich und saisonal schwankenden Bedarf. Funktechnik bzw. Ethernet-Bus machen die Pumpensysteme Industrie-4.0-ready. Auf diese Weise können smarte Pumpen spezifische Funktionalitäten ausführen, optional auch andere Prozessparameter über zusätzliche freie Schnittstellen mit überwachen. Smarte Apps und Cloud-Plattformen bieten attraktive Add-ons. Beispielsweise hat der Service mit der App „Go“ eine Fülle von Möglichkeiten, die Motoren/Frequenzumrichter zu parametrieren oder auszulesen. www.grundfos.com Abwasser gereinigt + Phosphor gewonnen + Energie genutzt = 360°– Lösungen für nachhaltige Klärschlammbehandlung. Wir sind Veolia. Unser Angebot sind Veolutions, ganzheitliche Lösungen, die dabei helfen, Prozesse zu verbessern, Energie effizienter zu nutzen und Ressourcen zu schonen. Zum Beispiel beim Betrieb von Kläranlagen. Wir recyceln aus Abwasser Phosphor, der zu Dünger verarbeitet wird, und machen aus Klärschlamm Strom- und Wärmeenergie. Das reduziert drastisch die Klärschlammmengen, spart Kosten für die Entsorgung des Klärschlamms und macht zugleich Kläranlagen zu grünen Kraftwerken. Mehr erfahren Sie unter www.veolia.de Ressourcen für die Welt