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wlb - UMWELTTECHNIK 2/2018

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t MESSE SPECIAL

t MESSE SPECIAL ANLAGENBAU DIGITALE ÜBERWACHUNG VON RECHENANLAGEN Eines der Schwerpunktthemen auf der Ifat wird Digitalisierung sein. Anhand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Bereichen zeigen die Hersteller ganz konkret, welche Möglichkeiten die Digitalisierung im Bereich der Abwasserund Schlammbehandlung bietet. Als konkrete Beispiele werden im Folgenden ein Störstofferkennungssystem für Rechenanlagen und ein Condition Monitoring System vorgestellt. Autor: Dr. Johann Grienberger, Vorstand, Huber SE, Berching Insbesondere in Mischkanalisationen werden immer wieder Grobund Störstoffe mit dem Abwasser zur Kläranlage geleitet. Diese Stoffe können zu Schäden und zu nicht unerheblichen Betriebsstörungen an den Rechen, aber auch an den nachgeschalteten Förder- und Entwässerungseinheiten führen. Um das Klärpersonal vor diesen Unannehmlichkeiten zu schützen, hat ein Hersteller eine Intelligenz für seine Rechen entwickelt, die diese Stoffe erkennt und dem Personal die notwendigen Informationen sendet, damit Betriebsstörungen und Maschinenschäden vermieden werden können. Bei der neuartigen Störstofferkennung Huber Safety Vision werden optische Sensoren sowie robuste und feuchteunempfindliche Industriekameratechnik im unmittelbaren Arbeitsbereich des Rechens eingesetzt. Die Hightech-Sensoren erfassen kontinuierlich die Form und Größe der von der Rechenharke oder vom Siebband transportierten Grobstoffe. Bei der Erkennung unzulässiger Stoffe erfolgt eine sofortige Warnmeldung inklusive einer Bilddarstellung an die Leitzentrale oder an ein Smartphone des Diensthabenden, zudem stoppt der Rechen. Der Betreiber kann dann individuell entscheiden wie er weiter vorgeht. Diese Technik lässt sich auch an vorhandene Rechen nachrüsten und wird damit speziell für große Kläranlagen interessant. VERBESSERTE WARTUNG UND WARNUNG Der Abwasserspezialist hat zudem bereits vor Jahren mit der Entwicklung eines internetbasierten Systems begonnen, um für seine weltweit installierten Maschinen noch bessere Serviceleistungen bieten zu können. Für die Entwicklung des Condition Monitoring System, das als Huber Operation Control (HOC) bezeichnet wird, waren drei Ziele von wesentlicher Bedeutung. Das System muss dabei helfen, die Maschinen optimal zu betreiben und gleichzeitig eine vorausschauende individuelle Wartung zu ermöglichen. Es muss dem firmeneigenen Serviceteam alle notwendigen Informationen bereitstellen, damit der Hersteller bei Bedarf jederzeit unterstützen kann und zwar ohne einen Servicetechniker vor Ort zu haben. Zudem muss es einfach installierbar und einfach nachrüstbar sowie einfach bedienbar sein. Das Ergebnis war ein Condition Monitoring System, das mit einem Datenlogger-Modul ausgewählte Daten an ein Internetportal schickt. Das Portal ermöglicht über spezielle Zugriffsrechte sowohl dem Kunden als auch dem Servicecenter den Zugriff auf die jeweiligen Maschinendaten. Dazu kommt eine spezielle Software mit maschinenspezifischem Regelwerk, die die empfangenen Daten laufend überwacht, abspeichert und bei Bedarf Meldungen an den Kunden schickt. Die „Intelligenz“ des Systems bilden die sogenannten Warnregeln. Aufbauend auf dem Expertenwissen des Herstellers bezüglich der optimalen Betriebsweise seiner Maschinen wurden für jede Maschine spezielle Basis-Algorithmen programmiert, die dann projektspezifisch angepasst, den optimalen Betrieb laufend und vollautomatisch überwachen. Wenn eine Abweichung erkannt wird, springt die Warnregel an und das HOC-System informiert umgehend das Servicecenter sowie den Betreiber, sodass entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. Halle A2, Stand 351 www.huber.de 26 wlb UMWELTTECHNIK 2/2018

t MESSE SPECIAL VORTEILE DER PNEUMATISCHEN AUTOMATISIERUNGSTECHNIK Bei der Planung von Anlagen der kommunalen Wasserwirtschaft lohnt sich ein Blick auf die Lebensdauerkosten. Daher loht sich der Einsatz pneumatischer Automatisierungstechnik: Sie ist robust, kostengünstig und zuverlässig, denn Druckluft lässt sich einfach transportieren, speichern und gut regulieren. Ein klassisches Beispiel einer Filtrationsanlage für ein kommunales Wasserwerk mit sieben Mehrschichtfiltern, sieben Aktivkohlefiltern und 84 automatisierten Armaturen zeigte bei der Anschaffung einen Kostenvorteil von 28 % pro Pneumatik. Durch das Energie-Effizienz-Modul MSE6-E2M von Festo, werde Energiesparen zudem ganz einfach. Mithilfe integrierter Durchfluss- und Drucksensoren reduziert und überwacht es selbstständig den Luftverbrauch an Anlagen. Das Modul erkennt den Betriebszustand, wenn keine Druckluft verbraucht wird, und schaltet die Zufuhr automatisch ab. Im abgesperrten Zustand prüft es die Dichtigkeit des Systems. Die automatische Leckage-Erkennung ermöglicht eine gezielte Wartung und die permanente Überwachung des Verbrauchs steigert die Prozesssicherheit. Halle C2, Stand 341/440 www.festo.com CONTAINER ZUR ABWASSERREINIGUNG Um kostspielige und platzintensive Gebäude zu vermeiden, entschließen sich immer mehr Kläranlagen, ihre Trenntechnik in Containeranlagen zu verlagern. Mit den mobilen Containeranlagen können auch Kosten für Gebäudeinstandhaltung und Klimatisierung umgangen werden. Hier funktioniert die Umsetzung getreu „Plug-and- Play“ – anschließen und entwässern. Der neue Aufbau des Containers macht es möglich, Inbetriebnahme, Wartung und Reinigung zu vereinfachen und zu verbessern sowie den Container individuell an die spezifischen Rahmenbedingungen anzupassen. So wurde unter anderem ein leichter Zugang über ein Planen- Schiebeverdeck realisiert, falls eine Isolierung aufgrund der Wetterbedingungen nicht erforderlich ist. Das Innenleben ist komplett aus Edelstahl gefertigt. Vier große Drainageöffnungen ermöglichen zudem ein leichtes Reinigen in schlammigen Umgebungen. Klimageräte am Container ermöglichen den Einsatz unter extremen Temperaturen. Halle A1, Stand 550 www.flottweg.com Unsere besten Ideen sind für den Müll. CURRENTA – der Maßstab für modernes Abfallmanagement. Direkt am Rhein zwischen Leverkusen und Krefeld-Uerdingen befinden sich drei der fortschrittlichsten Entsorgungsstandorte Europas, die Kommunen und Industriebetriebe aus ganz Deutschland nutzen. Hier verwerten und entsorgen wir Sonderabfälle jeglicher Art sicher und umweltgerecht in eigenen Anlagen. Für komplexe Verbundwerkstoffe wie Platinen oder moderne Batterien haben wir eine thermische Vorbehandlung zur effizienteren Rückgewinnung der Metalle entwickelt. Und natürlich bieten wir unseren Kunden auch Einzel- oder Gesamtlösungen für ihre Entsorgungsprobleme an. Wenn Sie jetzt mehr als eine Idee davon bekommen wollen, sprechen Sie Michael Mross an. Tel +49 2133 5121156 oder michael.mross@currenta.de Currenta GmbH & Co. OHG CHEMPARK 51368 Leverkusen www.currenta.com IFAT MesseMünchen 14.-18. Mai 2018 Halle6, Stand450