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wlb - UMWELTTECHNIK 1/2018

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Foto: Fotolia (#138358925, elenamas_86) 2 1 2 4 16 3 t 1 21 6 9575 3 5 ZAHLEN – DATEN – FAKTEN 9 7 5 8 MIKRO- PLASTIK 1 KILOGRAMM bis 1,5 kg weniger wiegt ein gängiger PKW-Reifen am Ende seines im Durchschnitt 50 000 km langen Lebens. Reifen verlieren mit der Zeit an Substanz und setzen Kleinstpartikel in Form von Mikroplastik oder Feinstaub frei. Bei fast 46 Millionen zugelassenen PKW in Deutschland summiert sich der Reifenabrieb innerhalb dieses Zeitraums auf 184 000 bis 276 000 t, was auf das Jahr gerechnet einer Belastung von 46 000 bis 69 000 t Reifenabrieb – allein von PKW – entspricht. Hinzu kommt Reifenabrieb durch weitere Verkehrsteilnehmer wie LKW, Busse, Traktoren oder auch Baufahrzeuge, ebenso Kraft- und Fahrräder. Das Fraunhofer-Institut Umsicht untersucht aktuell deutschlandweit den Einfluss von Reifenabrieb auf die Umwelt. Der Abrieb gilt nachweislich als Mitverursacher für Foto: Fotolia (#15848625, Topse) Feinstaubbelastungen in Städten und ist laut einer Studie der Weltnaturschutzunion IUCN eine der größten Quellen für Mikroplastik in der Umwelt. 5MILLIMETER groß sind laut Definition Mikroplastikpartikel. Sie bestehen aus festen und unlös lichen synthetischen Polymeren. Für den Einsatz in Körperpflege- und Kosmetikprodukten werden sie bewusst hergestellt (primäres Mikroplastik), sie können allerdings auch durch den Zerfall bzw. beim Abrieb von größeren Kunststoffteilen entstehen (sekundäres Mikroplastik). Foto: Fotolia (#58143201, Rasulov) Foto: Fotolia (#125459836, albertobrian ) 2020 wollen die Mitglieder des europäischen Kosmetik- Verbands Cosmetics Europe die Verwendung von Mikroplastik in ihren Produkten ausschleichen. Das deutsche Umweltministerium setzt bislang auf eine freiwillige Selbstverpflichtung der Hersteller. Kanada und Großbritannien haben Mikroplastik bereits aus Kosmetika verbannt. Schweden setzt zum 1. Juli 2018 das Verkaufsverbot um. 50 wlb UMWELTTECHNIK 1/2018 BIS ZU 2000 Kunstfasern aus Fleece-Kleidungsstücken, die zumeist aus Polyester oder Polyacryl besteht, gelangen pro Waschgang über Fließgewässer in die Meere. Sie können von Kläranlagen nicht zurückgehalten werden.

IM NÄCHSTEN HEFT: 2/2018 Erscheinungstermin: 02. 05. 2018 Anzeigenschluss: 16.04. 2018 01 02 03 01 Die Ifat 2018 zeigt im Mai auf dem Messegelände München Strategien und Lösungen, um Ressourcen in intelligenten Kreisläufen so einzusetzen, dass sie langfristig erhalten bleiben Foto: Messe München 04 02 Ein neuartiges System der Störstofferkennung für Rechenanlagen kann jetzt die entsprechenden Stoffe erkennen und dem Anlagenpersonal die notwendigen Informationen senden Foto: Huber SE 03 In der Fertigung eines Triebwerkherstellers findet neben der neuartigen Technik auch die Prozesswasseraufbereitung große Beachtung Foto: MTU INTERNET: www.wlb-umwelttechnik.de E-PAPER: digital.wlb-umwelttechnik.de REDAKTION:redaktion@wasser e.linder@vfmz.de 04 Damit Kläranlagen den heutigen Standards entsprechen und fit für die Zukunft werden, muss sich einiges tun: Die Redaktion wlb UMWELTTECHNIK besuchte die Kläranlage Monsheim, um zu recherchieren, was heute mit smarter Technik möglich ist Foto: Redaktion (Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten) wlb UMWELTTECHNIK 1/2018 51