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wlb - UMWELTTECHNIK 1/2018

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t WASSER/ABWASSER

t WASSER/ABWASSER PRODUKTION WASSERMANAGEMENT IN DER INDUSTRIE „Ohne Wasser ist alles nichts“ – diesen Titel trägt eine der zwölf Multimediareportagen, die der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums erstellte, um anschauliche Beispiele und Lösungen zu einigen großen gesellschaftlichen Fragen aufzuzeigen. Ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Wasser – unserem Lebenselixier – ist eine dieser großen Herausforderungen für die Menschheit, zu deren Bewältigung Maschinen und Maschinenbauer heute schon beitragen. Peter Gebhart, VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate, Frankfurt am Main „Ohne Wasser ist alles nichts“ – diese plakative Aussage gilt nicht nur für lebenserhaltende Funktionen beim Menschen selbst, sondern eben auch für den Alltag in unseren Haushalten, die Landwirtschaft und die Industrie. Jeder von uns verbraucht im privaten Haushalt nicht nur die vier Prozent von durchschnittlich 122 Litern pro Tag und Person zum Trinken und zur Speisezubereitung – sondern eben 122 Liter. Aber damit ist es nicht genug. Denn das meiste Wasser nutzen wir indirekt – als Wasser in Produkten sowie als Wasser in der Produktion. Addiert man die ca. 185 Liter Wasser, die für eine Tüte Kartoffelchips (200 Gramm) in der Lebensmittelproduktion gebraucht werden, die 10 Liter Wasser, die in der Papierindustrie zur Herstellung jedes DIN-A4-Blattes Papier eingesetzt werden, und, und … so ergibt sich als Summe ein Wasserfußabdruck von ca. 3 900 Litern, den jeder Deutsche täglich hinterlässt. Gerade Länder mit einem hohen durchschnittlichen Einkommen setzen ihre Wasserressourcen verstärkt in der Industrie ein. Der Anteil des industriellen Verbrauchs liegt in diesen Ländern bereits bei rund 60 Prozent. Die moderne Gesellschaft benötigt immense Mengen an Wasser – und das nicht nur für die Herstellung von Produkten. Im Jahr 2013 wurden beispielsweise in der deutschen Industrie über alle Produktionsbereiche hinweg mehr als 26 000 Millionen m³ Wasser eingesetzt. Fast die Hälfte dieser Menge (47 Prozent) wurde zur Energieversorgung verwendet. Das verarbeitende Gewerbe verbrauchte im Vergleich dazu nur 15 Prozent. Wasser ist auch für die Industrie eine kostbare Ressource und seine Wiederaufbe reitung ein aufwändiger Vorgang. Deshalb versucht sie im Sinne eines Wassermanagements kontinuierlich, durch den Einsatz effi zienterer Technik und Technologien sowie durch die Wiederverwendung von Wasser (im besten Falle in geschlossenen Kreisläufen) den Wassereinsatz zu verringern. So sank bspw. der Wassereinsatz im gesamten verarbeitenden Gewerbe seit dem Jahr 2000 um knapp 30 Prozent, in der chemischen Industrie sogar um 36 Prozent. Insbesondere im industriellen Sektor setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass neben den Themen Kreislaufschließung und Water Re-Use gleichermaßen die Rückgewinnung von Energie und Wertstoffen aus den energetischen und stofflichen Frachten der Prozess- und Abwasserströme eine wesentliche Zukunftsaufgabe ist. Gerade im industriellen Sektor sind die Voraussetzungen dafür gegeben, wie z. B. deutlich unterschiedliche Temperaturniveaus in Wasser- und sonstigen Kreisläufen oder die räumliche Nähe von Gewinnungs- und Wiedereinsatzort von Stoffen. 2018 wird mit Branchenhöhepunkten hier in Deutschland wie den Leitmessen Ifat und Achema oder der Konferenz „Industrial Water 2018“ ein besonders interessantes Jahr dafür, zu beobachten, wie etabliert ein nachhaltiges Wassermanagement in der Industrie bereits ist und wie die zunehmende Digitalisierung diese Entwicklung beeinflussen kann. Mehr Infos: www.mensch-maschine-fortschritt.de www.vdma.org 32 wlb UMWELTTECHNIK 1/2018

t WASSER/ABWASSER TAUCHSONDE MIT ROBUSTEM KERAMIKSENSOR Tauchsonden zur kontinuierlichen Erfassung von Pegelständen müssen zuverlässig und langlebig arbeiten. Neue Maßstäbe will hier die Kunststoff-Tauchsonde LMK 808 von BD-Sensors mit ihrem extrem widerstandsfähigen kapazitiven Keramiksensor setzen. Die Sonde mit dem Durchmesser 35 mm ist für Nenndrücke von 0–1 mH 2 O bis 0–100 mH 2 O ausgelegt. Ihre Genauigkeit liegt in der Standardausführung bei 0,35 % FSO, optional bei 0,25 % FSO. An Tauchsonden setzen sich mit der Zeit Ablagerungen wie z. B. Algen oder Muscheln fest – eine poten - z ielle Fehlerquelle für die Messung. Das Entfernen des Bewuchses kann eine empfindliche Sensormembran aus Edelstahl leicht zerstören. Hier punktet die Sonde mit ihrem robusten, kapazitiven Sensor aus hochreiner Keramik (99,9 % Al 2 O 3 ), der unempfindlich gegenüber Ablagerungen ist. Eventuelle Verschmutzungen lassen sich einfach entfernen, ohne die Membran zu beschädigen. Der Keramiksensor in Kombination mit dem Gehäuse aus Kunststoff macht die Tauchsonde resistent gegen aggressive und abrasive Medien und somit beinahe unzerstörbar. www.bdsensors.de WARTUNGSARMER PH-SENSOR Tintometer erweitert die Palette seiner pH-Sensoren. Ab sofort gehört der leistungsfähige pH-Sensor Typ 226 standardmäßig zum Lieferumfang der Gerätesets Sensodirect pH110 und Sensodirect 150. Durch die Verwendung von zwei Keramikdiaphragmen und einer hochwertigen Glasmembran werden auch in ionenärmeren Wasserproben (≥ 80 µS cm -1 ) kurze Ansprechzeiten und korrekte Messwerte erreicht. Der Sensor deckt dabei einen pH-Messbereich von 0–14 ab und ist in einer Temperaturspanne von – 5 bis + 80 °C einsetzbar. Die Sensor-Konstruktion mit Gelelektrolyt und Kunststoffschaft sorgt für einen wartungsarmen und universellen Einsatz in industriellen Anwendungen, der Abwasseraufbereitung und dem Schwimmbad. www.lovibond.com KOMPAKTE UND WIRTSCHAFTLICHE GEFAHRSTOFF-DEPOTS Gefahrstoff-Depots bieten eine sehr kostenbewusste Möglichkeit, Gefahrstoffe in kleineren Mengen auf dem Betriebsgelände oder der Werkshalle lagern zu können. Denios bietet die Stahl-Depots in den Typen Cubos L und Cubos XL sowie in einer neuen Farbvariante an. Die Gefahrstoffdepots des Typ Cubos sind zur vorschriftsmäßigen Lagerung von Stoffen aller Wassergefährdungsklassen und zur Lagerung entzündbarer Flüssigkeiten zugelassen. Sie verfügen über eine natürliche Belüftung (0,4-facher Luftwechsel). Sie bestehen aus einer stabilen Stahlblechkonstruktion und verfügen standardmäßig über eine zugelassene Auffangwanne mit 3 mm Wandstärke. Die Gitterroste sind herausnehmbar. Mobilität ist bei allen Lagerlösungen des Unternehmens ein wichtiges Merkmal. Auch bei den neuen Depots erlauben 100 mm Bodenfreiheit die problemlose Unterfahrbarkeit mittels Hubwagen oder Staplern. Die Gefahrstoffdepots sind für die Aufstellung im Außen- und Innenbereich geeignet. Für ein einfaches Handling können Türen und Deckel beim Gefahrstoffdepot Typ Cubos L getrennt voneinander geöffnet werden. Gasdruckfedern sorgen für ein einfaches Öffnen und Schließen des Deckels. www.denios.de KLEINSTMESSSTELLE OHNE PROZESSÖFFNUNG Als non-invasive Messstelle bietet das neue Rohroberflächen-Widerstandsthermometer Typ TR57-M von Wika eine große Einsatzflexibilität, z. B. für den nachträglichen oder temporären Einbau. Das Gerät in Miniaturausführung kann selbst in extrem bauraumkritische Umgebungen eingepasst werden. Das Widerstandsthermometer wird mit einem Adapter an der Rohrleitung befestigt, der elektrische Anschluss erfolgt über M12x1-Stecker. Ein gefederter Messeinsatz sorgt für einen konstanten Kontakt des Fühlers mit der Oberfläche. Die Fühlerspitze wird durch die Silikoneinlage des Adapters gegenüber der Umgebungstemperatur isoliert. Das neue Thermometer mit Schutzart IP67 ist für einen Messbereich von – 20 bis + 150 °C ausgelegt. Es ist mit direktem Sensorausgang oder integriertem Messumformer lieferbar. Zum Kalibrieren kann der Messeinsatz des Widerstandsthermometers ausgebaut werden. www.wika.de Comet.indd 1 wlb UMWELTTECHNIK 1/2018 33